StartseiteGewässer

Am Osthang des Seefelder Jochs entspringen die Zuflüsse des Haglbaches, der durchs Hermannstal nach Westen verläuft, sich bei Erreichen des Plateaus dann entlang der Gemeindegrenze nach Süden wendet und den Wildsee speist. Dessen Abfluss, der Seebach, durchläuft Seefeld Richtung Norden und nimmt kurz nach dem Ortskern den Raabach auf, welcher im Südosten beim Möserer Mähder seine Quelle hat, ehemals zu einem See gestaut war und so dem Seekirchl seinen Namen gab. Unterhalb des Schlossbergs befindet sich nahe dem Seebach eine radonhaltige Quelle,[2] die unter dem Namen Franz-Josefs-Quelle[3] im Jahr 1900 erstmals im Verzeichnis der Kurorte und Bäder der K.K. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg erwähnt ist und bis 1984 als Heilbad genutzt wurde.[4] Der Radongehalt ist mit 117 Becquerel pro Liter eher gering (der Grenzwert für Trinkwasser beträgt 1000 Bq/l). Der an der Wildmoosalm unterhalb des gleichnamigen Sees entspringende Klammbach verläuft nordwestlich des Ortes jenseits des Geigenbühel, passiert die Triendlsäge (dort ein 450 m³ fassender Speicherteich für ein Kleinkraftwerk mit 45 kW[5] und vereinigt sich am Lehenwald kurz vor der Bodenalm mit dem Seebach zum Drahnbach. Dieser fließt Richtung Scharnitz und mündet dort in den Isarzufluss Gießenbach. Der Speichersee nahe der Rosshütte (Kaltwassersee genannt nach dem dortigen Flurnamen) fasst 66.500 m³ und erhält sein Wasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz. Ab 2015 wird er zusätzlich zwischen April und August aus der Quelle Blauer Schrofen unterhalb der Seefelder Spitze gespeist. Die zulässige Gesamtentnahme aus dem Kaltwassersee für die Beschneiung wurde im Jahr 2009 von 100.000 m³ auf 165.000 m³ pro Jahr erhöht.[6]




Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Seefeld in Tirol aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz Seite/lokale-fdl.txt GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


ImpressumBildquelle: Oliver Weber / pixelio.de